Konzept: IT am Ort der Dienstleistungserbringung

Ausgangssituation

IT-Organisationen arbeitet oftmals zu isoliert von den Geschäfts-/ Kernprozessen des Unternehmens und haben kaum ein Gesicht in den Prozessen vor Ort. Demzufolge kennen und erkennen IT-Ogranisationen kaum die bestehenden IT-Probleme und Bedürfnisse der Fachbereiche in Unternehmen, wodurch die Geschäfts-/ Kernprozesse der Fachbereiche nur unzureichend von IT-Organisationen unterstützt werden.

Gleichzeitig verschieben sich durch die globale Digitalisierung die Kernkompetenzen einer unternehmenseigenen IT-Organisation weg von der technischen IT-Infrastruktur hin zur aktiven Unterstützung der Unternehmensprozesse. In einigen Unternehmen ist diese Prozessfokussierung der internen IT-Organisationen bereits deutlich zu erkennen.

Spätestens jetzt müssen die IT-Organisation der Unternehmen umdenken und sich stärker in den Unternehmensalltag integrieren!

Zielsetzung

Als Mitarbeiter/innen der IT-Organisation in Fachabteilungen des Unternehmens – am Ort der Dienstleistungserbringung – präsent sein! Als Mitarbeiter/in der IT-Organisation die Unternehmensprozesse verstehen, um verantwortungswürdiges Interesse und Verantwortungsgefühl sowie auch unternehmensspezifisches Fachwissen im IT-Kontext zu erlangen. Diese Zielsetzung wird nur durch Beobachtung, Fragen stellen, persönliches Verständnis ableiten und Hilfe anbieten vor Ort in den Unternehmensprozessen erlangt. Obendrein sollen die Mitarbeiter/innen der IT-Organisation durch die Unternehmensfachbereiche bewertet werden, um ein persönliches Feedback als Dienstleistungserbringer/in zu bekommen.

Methodik

Alle Mitarbeiter/innen einer IT-Organisation werden nach Terminabstimmung mit den Verantwortlichen in den Fachbereichen für ca. 4 bis 5 Stunden in die jeweiligen Fachbereiche geschickt, um dort den Ablauf vor Ort (die Prozesse) aktiv mitzuerleben. Hierbei sollen die Mitarbeiter/innen der IT-Organisation entsprechende Unternehmensteile/ Fachbereiche besuchen, zu denen sie bisher wenig oder keine Berührungspunkte hatten, damit die Mitarbeiter/innen der IT-Organisation eine neutrale Prozesseinsicht bekommen. Bei diesem Termin müssen die Mitarbeiter/innen der IT-Organisation dem Personal vor Ort nachfolgende Fragen stellen:

  • Welche Informationen benötigen Sie aus IT-Informationssystemen zur Durchführung Ihrer Aufgaben? Welche IT-Informationssysteme nutzen Sie dafür?
  • Welche Informationen müssen Sie in IT-Dokumentationssystemen im Rahmen Ihrer Aufgaben dokumentieren? In welchen IT-Dokumentationssystemen dokumentieren Sie diese?
  • Welche Hilfs- und Arbeitsmittel sind zu Ihrer Aufgabenbewältigung erforderlich?
  • Welche Änderungen würden Sie sich wünschen, was die Aufgabenbearbeitung betrifft? Was würde Ihnen hier die Arbeit deutlich erleichtern?
  • Wo gibt es in Ihrem Bereich immer wiederkehrende Probleme im Bezug zur IT?
  • Wenn Sie im Bezug zur IT drei Wünsche frei hätten, welche Wünsche wären das?

 

Ebenso müssen die Mitarbeiter/innen der IT-Organisation sich bei Ihrem Termin in dem jeweiligen Fach-/ Unternehmensbereich einen erlebten Prozess auswählen und diesen Prozess visuell beschreiben bzw. die einzelnen erlebten Prozessschritte modulieren. Nach dem Termin müssen die Mitarbeiter/innen der IT-Organisation auch die Frage:

  • Wo haben Sie aktiv und in welcher Form die Prozesse bei Ihrem Termin unterstützt?

 

beantworten. Das Ergebnis des Termins ist vom jeweiligen Mitarbeiter/innen der IT-Organisation in der IT-Fachbereichsbesprechung zu präsentieren. Abschließend wird die Bewertung des jeweiligen IT-Mitarbeiters, welche durch die Fach-/ Unternehmensbereiche erfolgen soll, mit dem/ der einzelnen IT-Mitarbeiter/in persönlich besprochen.

Mit diesem Konzept hat man eine Möglichkeit die Mitarbeiter/innen in die Ansätze des Prozessmanagement zu entwickeln und erreicht auch das Hinterfragen der eigenen gelebten Prozesse.

Jobangebot: IT-Netzwerkspezialist/in Unified Communications

Sind Sie ein/ eine IT-Netzwerkspezialist/in Unified Communications? Haben Sie Interesse an einer Entwicklungsperspektive?

Dann kommen Sie zu uns in die Abteilung Informationstechnologie der Klinikum Leverkusen Service GmbH.

Wir bieten Ihnen:
– eine teamorientierte und konstruktive Arbeitsatmosphäre
– einen krisensicheren Arbeitsplatz bei einem innovativen Arbeitgeber
– eine an den Aufgaben orientierte, angemessene Vergütung
– Raum für Ihre persönliche und berufliche Weiterentwicklung

Zu Ihren Aufgaben gehören:
– Aufbau und Betreuung der unternehmensweiten Unified Communications (UC) Infrastruktur
– Analyse und Weiterentwicklung der UC Architektur
– Monitoring der UC Infrastruktur, Diagnose, Management und Behebung von Störungen
– Bearbeitung von Support-Tickets, Incident-, Problem- und Change Management sowie Vorort-Problemlösung
– Wartung der Infrastruktur, Troubleshooting sowie eigenständige technische Überprüfung von Störungen
– Erstellung und Aktualisierung von Dokumentationen und Reports
– Identifizierung von Optimierungsmöglichkeiten durch neueste Technologie

Wir wünschen uns:
– eine erfolgreich abgeschlossene IT-Berufsausbildung oder ein vergleichbares abgeschlossenes Studium mit praktischer Erfahrung in o.g. Bereichen
– erste relevante Berufserfahrung im Support-Umfeld im Bereich Telefonie, Peripherie-Systeme oder im Netzwerk-Monitoring und -Support
– fundierte Kenntnisse in Unified Communications/Voice over IP, Routing, Switching, TCP/IP sowie Routing-Protokollen und Netzwerkdiensten (DHCP und DNS) ebenso Videokonferenzen
– Verständnis im Umgang mit Microsoft- sowie Linux Servern und Betriebssystemen
– Kenntnisse von ITIL und Krankenhaus-Prozessen sind wünschenswert
– Motivation, Engagement, Kreativität und Teamfähigkeit
– selbstständige, sorgfältige und zielorientierte Arbeitsweise
– Schnelle Auffassungsgabe und Planungsfähigkeiten
– Bereitschaft zur Teilnahme an der Rufbereitschaft

Bei Interesse stehe ich sehr gern zur Verfügung.

Bewerbung gern Online über:

https://jobs-klinikum-lev.mypersis.de/klev/main?fn=bm.jobsdetail&refnr=18923742&referrer=Homepage&__rdf=1

Mein erster Versuch mit der OBASHI – Methode

Durch Zufall bin ich im März 2015 auf die OBASHI – Methode und die Webseite www.different-thinking.de von Robert Sieber gestoßen. Der dort verfasste Artikel: „OBASHI – Datenflüsse und Services dokumentieren“ beschreibt eine einfache Methode, um bspw. komplexe IT-Infrastrukturen zu erkennen und zu verstehen. Nachdem ich mich etwa eine Stunde mit der OBASHI – Methode beschäftigt, so wagte ich einen ersten Versuch und modulierte ein Business & IT-Diagramm zu einem Ausschnitt unserer IT-Infrastruktur im Unternehmen (siehe Bild oben). Da die OBASHI – Methode sehr einfach und verständlich anzuwenden ist, so folgten rasch die nächsten Business & IT-Diagramme zu Systemen unserer IT-Infrastruktur. Die Modulierung und Visualisierung dieser IT-Systeme brachte für alle Beteiligten und den Kollegen der IT-Organisation neue Erkenntnisse und ein gemeinsames Verständnis zur IT-Infrastruktur und dessen Abhängigkeit im Unternehmen. Aufgrund der sehr guten Erfahrungen mit der OBASHI – Methode, so kann man jedem Mitarbeiter(in) einer IT-Organisation den OBASHI Kurs empfehlen, denn die OBASHI – Methode gehört in den „Werkzeugkasten“ eines jeden Mitarbeiters einer IT-Organisation!