Archiv der Kategorie: ITSM

Mein erster Versuch mit der OBASHI – Methode

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Durch Zufall bin ich im März 2015 auf die OBASHI – Methode und die Webseite www.different-thinking.de von Robert Sieber gestoßen. Der dort verfasste Artikel: „OBASHI – Datenflüsse und Services dokumentieren“ beschreibt eine einfache Methode, um bspw. komplexe IT-Infrastrukturen zu erkennen und zu verstehen. Nachdem ich mich etwa eine Stunde mit der OBASHI – Methode beschäftigt, so wagte ich einen ersten Versuch und modulierte ein Business & IT-Diagramm zu einem Ausschnitt unserer IT-Infrastruktur im Unternehmen (siehe Bild oben). Da die OBASHI – Methode sehr einfach und verständlich anzuwenden ist, so folgten rasch die nächsten Business & IT-Diagramme zu Systemen unserer IT-Infrastruktur. Die Modulierung und Visualisierung dieser IT-Systeme brachte für alle Beteiligten und den Kollegen der IT-Organisation neue Erkenntnisse und ein gemeinsames Verständnis zur IT-Infrastruktur und dessen Abhängigkeit im Unternehmen. Aufgrund der sehr guten Erfahrungen mit der OBASHI – Methode, so kann man jedem Mitarbeiter(in) einer IT-Organisation den OBASHI Kurs empfehlen, denn die OBASHI – Methode gehört in den „Werkzeugkasten“ eines jeden Mitarbeiters einer IT-Organisation!

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Automatisierte Dokumentation der IT-Infrastruktur 

Die gesamte nötige Dokumentation klassisch manuell macht heutzutage bei den kontinuierlichen Änderungen der IT-Infrastruktur keinen Sinn, da diese Dokumentation statisch und in kurzer Zeit ohnehin veraltet ist. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile ganz gute Softwarewerkzeuge (z.B. Docusnap), die bei der IT-Dokumentation automatisiert unterstützen. Zur automatisierten Dokumentation der IT-Infrastruktur sollten die Softwarewerkzeuge nachfolgende Funktionen besitzen:

  • datenbankgestützte und automatische Erfassung & Auswertung,
  • manuelle Dokumentationsergänzung,
  • Ausgabe der Informationen in Berichten, Übersichtsplänen & Datenblättern,
  • automatische Erstellung von IT-Beziehungen, Datenflüssen, Abhängigkeiten und Verlinkungen zu Informationen & Dokumentationen,
  • automatische visuelle Darstellung dynamischer Grafiken,
  • agentenfreie Funktion.

Bisher verfügbare Softwarewerkzeuge zur automatisierten Dokumentation der IT-Infrastruktur sind leider noch nicht ausgereift, weil sie bspw. die automatische Verknüpfung der Systemdokumentation mit der Prozessdokumentation und Simulationen zu Planungszwecken, etc. noch nicht unterstützen. Trotzdem führt zukünftig kein Weg an Softwarewerkzeugen zur automatisierten Dokumentation der IT-Infrastruktur vorbei, da die Komplexität der IT-Infrastrukturen ständig wächst.

3LGM² – Metamodell zur Dokumentation der IT-Infrastruktur

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IT-Infrastrukturen in Krankenhäuser sind über die Jahre rasant zu umfangreichen Gebilden gewachsen, die man ohne visuelle Dokumentation samt Darstellung kaum erkennen und verstehen kann. Aus diesem Grund hab ich das 3LGM² – Metamodell der Universität Leipzig zur Dokumentation der IT-Infrastruktur ausprobiert. Dieses 3LGM² – Metamodell (dieser Baukasten) ist genau das richtige Werkzeug in der IT im Gesundheitswesen zur Beschreibung, Bewertung und Planung von Informationssystemen. Aus meiner Sicht hat dieses 3LGM² – Metamodell einen Nachteil, man muss alle Informationen, Werte, Parameter, etc. zu seiner IT-Infrastruktur von Grund auf händisch einpflegen, um eine einheitliche IT-Dokumentation und eine visuelle Darstellung der IT-Infrastruktur zu bekommen. Das benötigt zusätzliche Ressourcen in der Krankenhaus-IT zur Dokumentation der IT-Infrastruktur. Wenn die Universität Leipzig das 3LGM² – Metamodell um Funktionen zur automatisierten Netzwerk-Inventarisierung und IT-Dokumentation erweitern würde, dann wäre das 3LGM² – Metamodell ein optimales Werkzeug für alle Krankenhäuser/ Klinikgruppen.

IT-Struktur-Puzzle um IT-Infrastruktur kennenzulernen 

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Stellen Sie sich vor, Sie fangen als IT-Verantwortlicher in einem neuen Unternehmen an, kennen die vorhandene IT-Infrastruktur nicht, nichts ist dazu ansatzweise verständlich und aktuell dokumentiert. Die Kolleginnen & Kollegen haben nur einzelne Ausschnitte (Puzzleteile) der IT-Infrastruktur im Kopf und können Ihre Fragen zur IT-Infrastruktur nicht oder nur unzureichend beantworten. Wie kann man sich einen Überblick verschaffen?

  • Informationen sammeln, bspw. anhand von Rechnungen zu IT-Produkten die das Unternehmen bekommt.
  • IT-System, die in Gesprächen erwähnt werden, aufschreiben, ggf. während Gesprächen mit Abteilungen und Mitarbeitern des Unternehmens nach genutzten IT-Systemen fragen.
  • Sich auf der Hardware-/ Softwareplattform umschauen, zu der man Berechtigung hat.
  • Dienstleister, Partner, Lieferanten & Hersteller befragen und Informationen geben lassen.
  • Vorhandene IT-Verträge und das Lizenzmanagement prüfen.
  • Produktinformationen/ Informationen zur IT-Infrastruktur aus Hotline-/ Helpdesk-Tickets sammeln.

Zu jeder einzelnen Hard- & Software legt man sich jeweils eine DIN A4 Seite (Zettel) an, auf der man oben als Überschrift den Produkt-/ Systemnamen aufschreibt. Auf dem Rest der Seite kann man alle weiteren Informationen (z.B. Betriebssystem, Datenbank, Schnittstellen, Nutzer, Verwendung, unterstützter Geschäftsprozesse, IP-Adressen, usw.) zum Produkt/ System erfassen. Alle beschrifteten Seiten sind einzelne Puzzleteile der gesamten IT-Infrastruktur.  So hat man einen ersten zeitaufwändigen Einstieg, um die IT-Infrastruktur als IT-Verantwortlicher kennenzulernen.